31.03.2015

Gesünder Leben mit Medientechnik

Unter dem Namen CARMA (Center for Applied Research in Media Assisted Health Care for Motion and Activity) baut die FH St. Pölten bis 2016 ein Zentrum für angewandte Forschung für medienunterstützte Gesundheitsvorsorge auf.

Die richtige Musik im Ohr kann SportlerInnen zu Höchstleistungen bringen und den Trainingsrhythmus steuern. Bestimmte Rhythmen wirken sich individuell unterschiedlich auf Laufgeschwindigkeit, gesundheitsrelevante Parameter und somit indirekt auf die Belastungsintensität aus.

Beim Laufen könnte ein Smartphone etwa die Herzfrequenz messen und in ein musikalisches Feedbacksystem zur Trainingssteuerung einspeisen. Ist die Herzfrequenz für den gewünschten Trainingseffekt zu niedrig oder zu hoch, wird Musik gespielt, die die Sportlerin oder den Sportler dabei unterbewusst unterstützt schneller oder langsamer zu laufen.

Hilfe für Alt und Jung

Bei CARMA geht es aber um mehr, als ambitionierten SportlerInnen bessere Ergebnisse zu ermöglichen. Medial gestütztes Feedback mit Rücksicht auf die individuellen physiologischen Voraussetzungen spielt zunehmend eine tragende Rolle in Prävention, Therapie und Rehabilitation. CARMA entwickelt daher unter anderem Assistenzsysteme, die Selbständigkeit und Aktivität bis ins hohe Alter ermöglichen. Hierbei spielt der Studiengang Physiotherapie eine tragende Rolle. Dieser untersucht– speziell auch bei Jugendlichen -, wie sich Prävention, Therapie und Rehabilitation durch den Einsatz digitaler Technik optimieren lassen.

„Das Projekt passt hervorragend zu EU-Initiativen zu E-Health und demographischem Wandel. Es bietet Lösungen für die zukünftigen Probleme einer sich wandelnden Gesellschaft“, sagt Jakob Doppler, Mitinitiator von CARMA und Researcher am Institut für Creative\Media/Technologies (IC\M/T) der FH St. Pölten. Das Institut entwickelt und testet technische Sensoren, Analyse- und Feedbacksysteme für CARMA.